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g. Aethiessa
Gattung AETHIESSA (BURM.)Aethiessa BURMEISTER, 1842, Handb. Entom. III, p. 405. - SCHOCH, 1895, Gen. u. Spec. Ceton. II, p. 96. - REITTER, 1898, Best.-Tab. XXXVIII, p. 32. - ARROW, 1910, Faun. Brit. Ind. Lamell. I, p. 135. - PORTA, 1932, Faun. Col. Ital. V, p. 448. - MEDVEDEV, 1964, Faun. SSSR, Col. X, 5, p. 153. - BAGUENA-CORELLA, 1967, Scarab. faun. Ibero-BaL y Piren., p. 475. - BARAUD, 1977, Col. Scarab. Faun. Eur. occ., p. 325. - MIKSIC, 1979, Glas. Zem. muz. (N. S.) XVIII, p. 225, 234.
Brachytricha REICHE, 1871, Ann. Soc. Ent. France (5) 1, p. 84.
Typus der Gattung: Cetonia floralis FABRICIUS, 1787, Mant. Ins. 1, p. 31. Kleinere bis gut mittelgroße Tiere von normaler, zuweilen mehr gestreckter oder gedrungenerer Cetoniini-Gestalt, stark glänzend oder auf der Oberseite nur mattglänzend bis fast matt; auf der Oberseite ohne Grundtoment und meist kahl. Der Körper schwarz oder teilweise mehr bräunlichschwarz bis dunkel rötlichbraun, zuweilen mit mehr oder minder deutlichem Metallschimmer bis dunkel metallisch, ohne oder mit mehr oder weniger reichlicher, in extremen Fall sehr zahlreicher und teilweise zusammenfließender, weißer oder etwas bräunlichweißer Tomentzeichnung; stets mit (in der Regel großen) weißen Kniemakeln. Der Clypeus viereckig, mit meist scharfen Seitenrandleisten und von oben gesehen im Basalteil meist deutlich sichtbaren bis mehr oder minder breiten und zum Vorderrand verengten schrägen Seitenrandflächen- der Vorderrand in der Regel aufgebogen und von oben gesehen gerade oder in der Mitte nur leicht, von hinten gesehen in der Mitte nicht bis stark ausgebuchtet. Die Fühlerfahne bei den  nicht oder höchstens sehr wenig verlängert. Der Halsschild höchstens schwach quer, bei den  zuweilen verhältnismäßig etwas lang und von den seitlich oft etwas winkelig pronocierten Hinterecken bis in oder etwas vor die Mitte nicht oder nur mäßig (hier die Seitenränder stumpfwinkelig gerundet), dann zu den Vorderecken stark verengt, mit vollkommenen Seitenrandleisten. Seltener ist der Halsschild schon von der Basis zu den Vorderecken in leichtem Bogen verengt. Der Basalrand des Halsschildes bogenförmig gerundet, ohne deutlichen bis mit höchstens kaum mäßigem Skutellarausschnitt, ohne den seitlichen Ausbuchtungen. Der Halsschild ohne medialen Längskiel, höchstens mit leicht erhabener geglätteter Mittellinie. Das Schildchen an der Spitze gerundet-abgestumpft. Die Flügeldecken sanft gewölbt, mit mäßigem Subhumeralausschnitt und höchstens kurz vortretenden Nahtspitzen; im hinteren Teil nur mit schwachen Diskalimpressionen und in der Länge derselben stumpf aufgewölbten äußeren oder auch (doch schwächeren) inneren Diskalrippen - doch können diese wie auch die Diskalimpressionen fast schwinden. Das Pygidium bei den  groß und gewölbt. Der Mesosternalprocessus nicht groß, flach, kahl und glatt, stark quer, nicht vortretend, an der Basis stark eingeschnürt. Abdomen bei den  meist mit kräftiger und breiter, am Grund gefurchter medialer Längsimpression auf den 4 ersten Sterniten (seltener ist diese nur angedeutet), die 2 letzten Sternite nach unten geneigt. Bei den  ist das Abdomen nur einfach gewölbt. Die Beine recht kräftig, bei den  noch kräftiger. Die Hinterhüften berühren sich; ihre seitliche Hinterecken winkelig, zuweilen kurz hakig vortretend. Die Vorderschienen außen mit drei, selten bei den  nur mit zwei Zähnen. Die Mittel- und Hinterschienen außen in der Mitte mit kräftiger, mehr oder minder zweizähniger Schrägleiste. Der äußere Apikalrand der Hinterschienen dreizähnig. Das 1. Glied der Hintertarsen mit mehr oder minder zahn- oder sogar lang dornförmig ausgezogener oberer Apikalecke, oft ist diese aber ganz abgestumpft. Die Hintertarsen bei den  kürzer und dicker. Der Aedoeagus mit mäßig langem Pars basalis secunda und fest chitinisierten, stark glänzenden, rostbraunen, symmetrischen Parameren - diese sind im Basalteil recht breit, zum Ende stark verengt und laufen meist in ein schmales und langes Endteil aus; die dorsalen Innenränder verwachsen, jedoch mit (außer bei einer Art) einer am Spitzenteil gerückten Dorsalspalte. DAHLGREN entdeckte im dorsalen Teil der Innenwand des häutigen Penis eine chitinisierte Bildung, welche er »Parium« nannte und welche bei den einzelnen Arten verschieden geformt ist, jedoch wegen der Unbequemlichkeit der Untersuchungsmethode bei der Artbestimmung nur ausnahmsweise in Betracht kommt.
Verbreitung und Artenbestand: Die Gattung ist über Nordafrika, Süd-Spanien, Sizilien, Süditalien, Sardinien, Armenien, Syrien, Palästina, Irak und Iran, östlich bis nach Afghanistan verbreitet. Die Tiere scheinen offene Gebiete zu bewohnen. Bisher sind 6 bis 7 Arten bekannt.
Bemerkungen über die Artzahl und Systematik. Obwohl diese Gattung von REITTER (1898), BRASAVOLA (1939), MEDVEDEV (1964, außer den nordafrikanischen und südeuropäischen Arten) und DAHLGREN (1972) bearbeitet wurde, enthält sie noch immer manche recht schwierige und ungelöste systematische Fragen. Mit Aethiessa ist identische und ein Synonym Brachytricha welche ganz überflüssig für die Cetonia feralis ER. gegründet wurde. REITTER (1. c.) und SCHENKLING (1921) betrachten Brachytricha noch als eigene Gattung - im WINKLER-Katalog (1927-1932) fehlt diese Art und Gattung ganz, ebenso wurde sie nicht von BRASAVOLA und DAHLGREN berücksichtigt. REITTER (l. c.) unterschied 5 Arten: floralis (FAB.), mesopotamica BURM., rugipennis BURM., martini BED. und inhumata (GORY-PERCH.). Dieselbe Einteilung wurde auch vom SCHENKLING-Katalog übernommen, mit der Beifügung der später beschriebenen A. zarudnyi KISER. Eine im Grund gleiche Einteilung bringt auch BRASAVOLA (l. c.), fügt aber als neue Art A. szekessyi bei - A. inhumata (GORY-PERCH.) deutet er auf einer anderen Weise als REITTER und zieht A. mesopotamica BURM. als Unterart zu dieser. MEDVEDEV (I. c.) kannte nicht die Arbeit von BRASAVOLA und auch nicht seine A. szekessyi. Die nordafrikanischen und südeuropäischen Arten wurden - entsprechend dem Umfang seines Werkes nicht berücksichtigt. A. inhumata (GORY-PERCH.) fasst MEDVEDEV wohl in derselben Weise wie REITTER auf. A. meopotamica BURM. und A. rugipennis BURM. wurden als eigene Arten angeführt, von letzteren jedoch als eigene Art A. bagdanensis BURM. welche von REITTER als »Varietät« der A. rugipennis BURM. betrachtet wird abgesondert und als Synonym zu dieser A. zarudnyi KIS. gezogen. DAHLGREN (1. c.) kannte ebenfalls nicht die Arbeit von BRASAVOLA und daher auch nicht seine A. szekessyi.
A. inhumata (GORY-PERCH.) erklärt DAHLGREN grund drei von ihm untersuchten angeblichen »Typen« (ohne Fundortangabe!) als Synonym der A. floralis (FAB.), was ganz unbewiesen ist. A. rugipennis BURM. zieht er als Unterart zu A. mesopotamica BURM. und betrachtet A. bagdadensis BURM. als bloße Aberration, hingenen A. albocincta KR. als »Varietät« derselben - A. zarudnyi KIS. wird wieder als eigene Art rehabilitiert. DAHLGREN untersuchte insgesamt nur 155 Tiere (fast nur  )- das von mir untersuchte Material war mehrfach umfangreicher. Grund meiner Untersuchungen schließe ich mich - unter einigen Zurückhaltungen - im Allgemeinen den Auffassungen von DAHLGREN an.
Tabelle der Arten und Unterarten
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Letzte Änderung: 10:57, 17.06.2006 |
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